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Jobprofile

Grundsätzlich gilt es bei Jobprofilen zwei Gruppen von Berufsbezeichnungen zu unterscheiden.

Die erste Gruppe bilden die sogenannten „bundesweit anerkannten Ausbildungsberufe“. Dies sind die Berufe, die über eine duale (berufliche) Ausbildung erlernt werden können. Die duale Ausbildung kombiniert betriebliche Praxis in einem ausbildungsberechtigten Unternehmen mit dem Besuch einer Berufsschule. Die dualen Ausbildungen schließen immer mit einer Prüfung vor der zuständigen Kammer, beispielsweise der Handelskammer, ab. In Deutschland gibt es  ca. 350 duale Ausbildungsberufe. Davon sind siebzehn der Medien- und acht der IT- (Informationstechnologie-) Branche zuzuzählen.

>> IT-Berufe

>> Medien-Berufe

Die Bezeichnungen für die bundesweit anerkannten Ausbildungsberufe sind geschützt. Nur derjenige, der eine Kammerprüfung zum „Mediengestalter Digital und Print“ bestanden hat, darf sich auch so nennen.

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"Ausbildung oder Studium? Was ist für mich das Richtige?" - Einen Leitfaden mit hilfreichen Fragen zur Berufswahl findest du hier.

Solltest Du Dich für eine duale Ausbildung interessieren, solltest Du unbedingt Deine gewünschten Ausbildungsberufe in Deinem Profil ankreuzen. Unternehmen, die  am TALENT DAY teilnehmen und in den von Dir angekreuzten Ausbildungsberufen ausbilden, werden Dir dann automatisch angezeigt.

Die zweite Gruppe von Berufsbezeichnungen sind diejenigen, die sich in der Arbeitswelt der Medien- und IT-Branche eingebürgert haben. Sie leiten sich in der Regel aus bestimmten beruflichen Tätigkeiten ab, beispielsweise „Webdesigner“ oder „Games-Entwickler“. Mit anderen Worten, Du hast den Ausbildungsberuf „Mediengestalter Digital und Print“ oder „Fachinformatiker“ erlernt und darfst Dich deshalb so nennen. In der Agentur, in der Du nach Deiner Ausbildung eine Anstellung gefunden hast, arbeitest Du jedoch nicht als „Mediengestalter Digital und Print“ oder „Fachinformatiker“ sondern spezialisiert als „Webdesigner“ oder als „Games-Entwickler“ und so steht es auch auf Deiner Visitenkarte. Diese Berufsbezeichnungen sind natürlich nicht geschützt. Jeder kann sich „Webdesigner“ nennen. Das trifft natürlich auch auf all diejenigen zu, die ein Studium, also eine akademische Ausbildung, durchlaufen haben. Bei einem Studium entscheidest Du Dich für eine Studienrichtung, beispielsweise „Grafik-Design“, „Medien-Technik“ oder „Informatik“. Nach Deinem Studium arbeitest Du dann, genau wie jemand, der eine duale Ausbildung zum „Mediengestalter Digital und Print“ abgeschlossen hat, spezialisiert als „Webdesigner“ oder „Games-Entwickler“. Als Webdesigner kann also so gar jemand arbeiten, der sich die dazu benötigten Kompetenzen selbst, also autodidaktisch, angeeignet hat. Wie viel Du als „Webdesigner“ oder „Games-Entwickler“ verdienst, hängt dabei nicht unbedingt davon ab, ob Du eine duale (berufliche) Ausbildung oder ein Studium (akademische Ausbildung) absolviert oder es Dir selber beigebracht hast. Entscheidend ist in erster Linie wie gut Du Dein „Handwerk“ beherrschst und wie gut Du Dich bei einem Bewerbungsgespräch „verkaufen“ kannst.


Handbuch "Medien- und IT-Berufe 2012"

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